Doppel-Finale beste Werbung für den Federfußball

Viel spannender hätte wohl selbst Krimi-Altmeister Alfred Hitchcock das Finale um die deutsche Doppel-Meisterschaft im Federfußball im Sportzentrum Küllenhahn in Wuppertal kaum inszenieren können. Zunächst schien für die Titelverteidiger Torben Nass und Philip Kühne von Flying Feet Haspe alles nach Plan zu verlaufen. Ohne Satzverlust war das Duo souverän ins Endspiel gestürmt. Und nach dem 21:16 im ersten Durchgang schien alles auf den abermaligen Titelgewinn hinaus zu laufen. Doch im zweiten Durchgang entdeckten ihre Widersacher Christopher Zentarra und Stefan Blank vom FFC Hagen ihre Kämpferqualitäten. Plötzlich war es ein Spiel auf Augenhöhe, ein Spiel mit allenfalls marginalen Leistungsunterschieden. Ein offener Schlagabtausch, der gleich mehrfach in die Verlängerung ging, ehe Christopher Zentarra und Stefan Blank glücklich mit 29:27 die Nase vorn hatten, so dass der dritte Satz die Entscheidung bringen musste.

Und hier legten Torben Nass und Philip Kühne einen 1:5 Fehlstart hin. Ein Rückstand, dem die beiden Hasper Nationalspieler in der ganzen Partie hinterherlaufen sollten, ohne diesen merklich verkürzen zu können. Am Ende setzten sich Christopher Zentarra und Stefan Blank mit 21:18 durch und sich damit erstmals die nationale Krone im Doppel auf.
„Einfach sensationell, was die beiden Doppel in punkto Schnelligkeit, Beweglichkeit und Reaktionsvermögen gezeigt haben“, schwärmte dann auch DFFB-Präsident David Zentarra bei der Siegerehrung.

Bronze erkämpften Noah Wilke und Christopher Berges vom gastgebenden Cronenberger BC. Sie kämpften im kleinen Finale Philipp Münzner vom TV Lipperode und Marcel Scheffel von Flying Feet Haspe 21:17, 21:18 nieder. Auf Platz 5 landeten Philipp Graefenstein und Tobias Tochtrop vom TV Lipperode, die im abschließenden Platzierungsspiel Karsten-Thilo Raab vom FFC Hagen und Daniel Nass von Flying Feet Haspe mit 21:15, 15:21, 21:15 auf Rang 6 verwiesen. Auf Platz 7 folgten Arne Twer vom FFC Hagen und Sven Walter vom TV Lipperode; Achte wurde Frida Varga vom FFC Hagen und Nora Henneböle vom TV Lipperode. Auf Rang 9 schoben sich die EM-Teilnehmerinnen Lina Marie Kurenbach und Franziska Oberlies von Flying Feet Haspe vor ihren Vereinskollegen Patricia Kovács und Thore Riepe, die als Zehnte gewertet wurden. Bilder von der Doppel-DM.